Ein besonderes Projekt aus Halle: #homeJEP2020

Der 9. Oktober 2019 wird unvergessen bleiben. An diesem Tag verändert ein Attentat das Leben unzähliger Menschen. Die Holztür der Synagoge in Halle hielt an diesem Tag stand und wurde zum Symbol. Eine 18-jährige Schülerin gestaltet die Tür gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Halle im Rahmen des Kunstprojekts „Malen gegen das Vergessen“. Die junge Künstlerin möchte mit diesem Projekt allen Betroffenen des Anschlags gedenken und ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen.

Wir haben riesigen Respekt für diese mutige und starke Initiative und freuen uns, dass wir „Malen gegen das Vergessen“ mit dem #JugendEngagementPreis2020 wertschätzen können. Wir danken Dr. Katja Pähle, Dr. Karamba Diaby und Dr. Andreas Schmidt von der SPD für ein Preisgeld in Höhe von 500 €.

Weitere Infos

Malen gegen das Vergessen
Mitglieder: Einzelperson (18 Jahre)
Bereich: Gesellschaft
Ort: Halle (Saale)
Institution: Jüdische Gemeinde Halle
Preisstifter*innen: Dr. Katja Pähle, Dr. Karamba Diaby, Dr. Andreas Schmidt (MdL und MdB SPD)

Die Projektleiterin von „Malen gegen das Vergessen“ hat ein Projekt zum Gedenken an den 9. Oktober 2019 in Halle gestartet: Ein schwer bewaffneter Mann hat am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, versucht, die Tür der Halleschen Synagoge zu zerschießen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich in der Synagoge bis zu 50 Personen. Die Tür hielt jedoch stand und die Menschen konnten sich in Sicherheit bringen. Dennoch erschoss der Täter zwei Menschen. Dieses Projekt soll diesem Tag gedenken. Mit einigen Freiwilligen aus der jüdischen Gemeinde gestaltet sie die Tür der Synagoge als Kunstprojekt. Die Tür und ihre “Verletzungen” durch die Einschusslöcher sollen dadurch nicht verfälscht werden. Die ersten Ideen sind skizziert und durchdacht, doch das fertige Werk soll voraussichtlich im Oktober 2020 präsentiert werden. „Gewidmet ist dieses Projekt allen Betroffenen aus Halle, aber auch den Menschen, die Antisemitismus nie als aktuelles Problem angesehen haben. Es soll den Zusammenhalt stärken, aber auch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Vergessen und Leugnen sein.“

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